Erfahrungsbericht vom Girls' Day 2010

Bericht von Sylvia Grüner, Fotos von Anne-Christine Karpf.

Eine Gruppe von 12- bis 16-jährigen Schülerinnen schwebt durch den Dom von Siena - wo gibt's denn so etwas? Natürlich im Fraunhofer IGD am bundesweiten Girls' Day, der am 22.4. stattfand.

Auch der Fachbereich Informatik hat sich in Kooperation mit dem Fraunhofer IGD wieder am diesjährigen Girls' Day beteiligt. Die Hauptorganisation übernahmen dabei Studentinnen der Fachschaft (Anne-Christine Karpf, Natalie Faber, Barbara Zöller und Sylvia Grüner).

Während der Anmeldungsphase war die Zahl der maximalen Plätze (10) schnell ausgeschöpft, was zeigt, dass es auf jeden Fall ein großes Interesse vonseiten der Schülerinnen gibt, sich anzusehen, was Informatik eigentlich alles beinhaltet. Natürlich reicht ein Tag bei weitem nicht aus, um das ganze Spektrum abzudecken, daher haben wir (die Organisatorinnen) uns auf aus unserer Sicht besonders anschauliche Punkte beschränkt.

Die Schülerinnen bringen Lego-Mindstorms-Robotern bei, selbständig auf einer schwarzen Linie zu fahren.

Vormittags war die Schülerinnengruppe im Robotiklabor im Piloty und hatte Gelegenheit, die fußballspielenden humanoiden Roboter des Fachgebiets Simulation, Systemoptimierung und Robotik in Aktion zu erleben. Anschließend durften sie sich auch selbst ans Programmieren der Lego Mindstorms Roboter wagen, um einen ungefähren Eindruck davon zu bekommen, was man dabei alles beachten muss. Natürlich waren sowohl Aufgaben als auch Entwicklungsumgebungen einfach gehalten, sodass hinterher einige schöne Ergebnisse zu sehen waren - beispielsweise Roboter, die in der Lage waren, auf einer dunklen Linie auf weißem Untergrund den Kurs zu halten.

Mittags durfte natürlich auch ein Besuch in der Mensa nicht fehlen, um auch noch einen etwas anderen Eindruck des Studentenlebens zu vermitteln.

Die Mädchen bestaunen die HEyeWall im Fraunhofer IGD.

Nachmittag war die Gruppe dann ins Fraunhofer IGD eingeladen. Hier durften die Mädchen zunächst die CAVE und die HEyeWall sowie den Multi-Touch-Table bestaunen, was für viele von ihnen eindeutig der Höhepunkt des Tages war.

Die CAVE ist ein 2*2*2 Würfel, auf dessen Seiten Bilder projiziert werden, die mithilfe einer Brille dem Betrachter dreidimensional erscheinen. Steht man darin, hat man also den Eindruck, als würde man tatsächlich in dem Raum stehen, der dort auf die Würfelseiten projiziert wird. Wer die "Master-Brille" auf hat, bestimmt die Perspektive: Das Bild passt sich an die Kopfbewegungen an.

Auch die hochauflösenden Bilder auf der kinoleinwandgroßen HEyeWall erschienen mit einer Brille dreidimensional. Was auf der Wand zu sehen war, konnte am Multi-Touch-Table gesteuert werden: Auf diesem lagen verschiedene Pläne von beispielsweise der alten, im zweiten Weltkrieg zerstörten, Darmstädter Synagoge. Auf diesen Plänen konnte man mit den Fingern navigieren und dann auf der HEyeWall sehen, wie der Raum an dieser Stelle und von dieser Perspektive aus wirken würde.

Den Abschluss des Tages bildete eine Führung durch das neue Biometrielabor des IGDs. Hier wurde den Mädchen sehr anschaulich erklärt, wie verschiedene Biometrie-Merkmale zur Personenidentifikation eingesetzt werden können, und welche vielleicht besser geeignet sind als andere.

Während des Tages kam natürlich auch die Beantwortung verschiedener Fragen der Mädchen zum Thema Informatik nicht zu kurz. Am Anfang des Tages, während einer allgemeinen Brainstorming-Runde, fielen noch nur sehr wenige Begriffe vonseiten der Schülerinnen zum Thema Informatik - hauptsächlich "Computer" und "Mathematik" ; am Ende erklärten viele von ihnen, dass sie sich nun besser etwas unter dem Begriff Informatik vorstellen können und das Themengebiet interessant finden.

Das Ziel des Girls' Days ist es, Mädchen für Berufsfelder zu begeistern, die (heute zumindest noch) stark männerdominiert sind. Vielleicht sind wir an diesem Girls' Day diesem Ziel wieder ein kleines Stück näher gekommen.

Aktuelle Forschungsprojekte

Beispiele für Themenbereiche aus der Forschung, die man im Laufe des Studiums vertiefen kann.

Jeder Bahnkunde hat individuelle Präferenzen: dem eiligen Geschäftsreisenden ist die Fahrzeit besonders wichtig (und vielleicht auch, ob ein Bistro im Zug ist). Für Studierende hingegen ist der Fahrpreis das einzig Wichtige (und... [mehr]

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