09.03.2017

E-Finance Lab Frühjahrstagung 2017: Cyber Security im Diskurs

Forschungseinrichtungen und Unternehmen müssen im Kampf gegen Cyberkriminalität enger zusammenarbeiten

Prof. Mira Mezini eröffnet die Frühjahrstagung des E-Finance Lab. Bild: Thomas Lenz

Am 15. Februar 2017 luden das E-Finance Lab und die usd AG zur Frühjahrstagung des E-Finance Lab mit dem Thema „Cyber Security and Finance – Challenges, Counter Measures, and Application Experiences“ ein. Dort wurde über die Herausforderungen der IT-Sicherheit im Finanzbereich von rund 400 Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Industrie diskutiert.

Prof. Mira Mezini, Professorin am Fachbereich Informatik und Vizepräsidentin der TU Darmstadt für Forschung und Innovation, die im Bereich Software-Technik forscht und lehrt, eröffnete die Frühjahrstagung des E-Finance Lab zusammen mit Prof. Wolfgang König von der Goethe Universität Frankfurt, Prof. Ralf Steinmetz von der Technischen Universität Darmstadt und Manfred Tubach, Vorstand der usd AG.

Prof. Mezini betont die gelungene Kooperation zur Realisierung der Tagung durch die Technische Universität Darmstadt, die Goethe Universität Frankfurt und die usd AG. Weiterhin hebt sie den starken Schwerpunkt der Darmstädter Forschungslandschaft hervor, die im Bereich der Software Security weltweit zu den führenden Standorten gehört: die Technische Universität Darmstadt, die Hochschule Darmstadt und das Fraunhofer Institut arbeiten im Rahmen des Center for Research in Security and Privacy (CRISP) zusammen.

Prof. Ralf Steinmetz, der das Fachgebiet Multimedia Kommunikation an der Technischen Universität Darmstadt leitet, zeigt sich begeistert über die vielen Besucher und die gute organisatorische Arbeit seines Teams. Steinmetz, der als Moderator durch den Tagungsablauf führt, erwähnt ganz im Tenor seiner Vorrednerin die Wichtigkeit der strategischen Allianz der Rhein-Main-Universitäten Frankfurt, Mainz, und Darmstadt als regionale Kooperationspartner im Forschungsfeld der IT-Sicherheit.

Der Mythos „Scriptkiddie“ hat ausgedient – Cyberkriminalität ist professionalisiert

Wie unterschätzt IT-Sicherheit immer noch ist, zeigt eine Frage des Vodafone Sicherheitsexperte Stephen Lynch an das Fachpublikum, wer denn eine Virenschutz-Software auf seinem Smartphone installiert habe: Von den rund 400 Personen im Saal hob nicht einmal ein Viertel den Arm. Und das, obwohl mittlerweile auch etliche Zahlungen und Finanztransaktionen über die mobilen Endgeräte, die rund 40% des kompletten Datenverkehrs im Internet erzeugen, abgewickelt werden.

Eines stellt Manfred Tubach, Vorstand des IT-Sicherheitsunternehmens usd AG, klar: Die Zeiten, in denen Cyber-Kriminalität von einzelnen Amateuren durchgeführt worden ist, gehören der Vergangenheit an. Heute sind große, professionell agierende Organisationen das wesentliche Gefährdungspotenzial in der IT-Sicherheit. Zudem ist Cyberkriminalität nicht nur professioneller geworden, sondern auch verbreiteter, denn die entsprechende Hardware, Software oder Dienstleistung kann mehr oder weniger einfach im „Darknet“ erworben werden.

Stephen Lynch betont am Ende der Tagung die Wichtigkeit von Sicherheit als ganzheitliches Konzept, das von Anfang an miteinbezogen werden muss, wie auch Bremsen selbstverständlich in ein Auto eingebaut werden. Unternehmen und Forschungseinrichtungen müssen miteinander kooperieren, um dem extrem gut organisierten Geschäft der Cyber-Kriminalität Paroli bieten zu können.

Den vollständigen Artikel können Sie im Blog des Fachgebiets Multimedia Kommunikation lesen.

Thomas Lenz / jb






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