Forschungsschwerpunkt IT-Sicherheit

Die Forschung im Bereich der IT-Sicherheit widmet sich zentralen Themen der Cybersicherheit und des Privatheitsschutzes und gliedert sich in die drei eng verzahnten Profillinien Grundbausteine, Sicherheitsarchitekturen und Konstruktionsmethoden.

Zu den Grundbausteinen gehören kryptographische Verfahren, Methoden zur Bewertung von Vertrauen und Techniken zur Verifikation von Sicherheitsgarantien oder sicheren Hardwarekomponenten. Hierbei ist besonders die Grundlagenforschung im Bereich der kryptographischen Verfahren, die im Sonderforschungsbereich CROSSING der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erforscht werden, hervorzuheben.

Diese Grundbausteine bilden das Fundament für die Erforschung von Sicherheitsarchitekturen, die in Software und Hardware realisiert werden und es erlauben, die komplexen Anwendungen und Services der IT-Welt von heute und morgen systematisch abzusichern. Zu den Forschungsthemen in diesem Bereich gehören Cloud Security, die Sicherheit von mobilen und cyberphysischen Systemen, die Sicherheit des Internets und kritischer Infrastrukturen und sichere Softwaresysteme. Ein Beispielprojekt für die Erforschung sicherer mobiler Systeme ist der vom Land Hessen geförderte LOEWE- Schwerpunktes NICER, der vernetzte infrastrukturlose Kooperation zur Krisenbewältigung erforscht, um langfristig die Leistungsfähigkeit infrastrukturloser Kommunikation zu erhöhen. Ein anderes Beispiel ist das DFG-Graduiertenkolleg „Privatheit und Vertrauen für Mobile Nutzer“, das Privatheit und Vertrauen in Netzdiensten und sensorgestützten Umgebungen erforscht.

Konstruktionsmethoden unterstützen die Entwicklung solcher Sicherheitsarchitekturen, zum Beispiel durch Verfahren, die Schwachstellen bei der Softwareentwicklung erkennen und vermeiden oder durch Methoden, die die Bedürfnisse der Endnutzer im Entwicklungsprozess berücksichtigen, wie der Forschungsansatz „Security-by-Design“. Dieser Ansatz ist seit langem im Fachbereich Informatik etabliert, zum Beispiel durch die Verbundprojekte CASED - Center for Advanced Security Research und EC SPRIDE - European Center for Security and Privacy by Design, die seit 2015 durch das CRISP - Center for Research in Security and Privacy fortgeführt werden.

Die IT-Sicherheitsforschung des Fachbereichs Informatik arbeitet interdisziplinär und kooperiert mit Forschern aus anderen Fachbereichen, wie beispielsweise Physikern auf dem Forschungsgebiet Quantenkryptographie oder Psychologen in der Usability-Forschung. Die IT-Sicherheitsexperten des Fachbereichs Informatik stärken mit ihrer Forschung in besonderem Maße den gesamtuniversitären Profilbereich „CYSEC- Cybersecurity at TU Darmstadt“, einen von sechs Bereichen, die das Forschungsprofil der TU Darmstadt definieren.

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