Geschichte des Fachbereichs Informatik

In der nachfolgenden Übersicht stellen wir kleine und große Highlights aus fünfzig Jahren Fachbereich Informatik vor.

2022

Die Graduiertenschule „Konrad Zuse School of Excellence in Learning and Intelligent Systems (ELIZA)“, ein Verbund aus 14 Partnern unter Leitung der TU Darmstadt, hat den Zuschlag für das Programm „Konrad Zuse Schools of Excellence in Artificial Intelligence“ des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) erhalten. Ziele sind die Ausbildung exzellenter deutscher und internationaler KI-Talente auf Master- und Promotionsebene sowie die Stärkung des KI-Standorts Deutschland im internationalen Wettbewerb. Die Förderung in Höhe von 13,7 Millionen Euro bestätigt die herausragende Stellung der beteiligten Institutionen im Bereich der KI-Forschung. Koordinator der Graduiertenschule: Prof. Stefan Roth.

2022

Am 15. Mai 1972 feierte die damalige TH Darmstadt offiziell die Gründung eines der ersten Informatik-Fachbereiche in Deutschland. In den vergangenen 50 Jahren gewann der Fachbereich beständig an Stärke und Leistungsfähigkeit und prägt heute wesentlich das wissenschaftliche Profil der Technischen Universität Darmstadt. Diesen Erfolg feierte der Fachbereich am 12. Mai 2022 mit einem Festakt zum 50. Jubiläum im Maschinenhaus der TU Darmstadt.


Rückblick auf die Jubiläumsfeier

2021

Einrichtung des LOEWE-Schwerpunkts „WhiteBox - Erklärbare Modelle für menschliche und künstliche Systeme“. WhiteBox zielt darauf ab, Methoden an der Schnittstelle zwischen der Kognitionswissenschaft und der KI-Forschung zu entwickeln, um menschliche und künstliche Intelligenz besser zu verstehen. Sprecher sind Professor Kristian Kersting (Informatik) und Professor Constantin Rothkopf (Psychologie).

2020

Die TU Darmstadt gehört künftig dem von Bund und Ländern geförderten Verbund für das Nationale Hochleistungsrechnen (NHR) an. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) beschloss in ihrer Sitzung am 13. November 2020, die TU Darmstadt gemeinsam mit der RWTH Aachen in das Konsortium aufzunehmen. Dem Verbund für das Nationale Hochleistungsrechnen gehören Universitäts-Rechenzentren mit überregionaler Bedeutung als NHR-Zentren an.

Unter Federführung von Professor Christian Bischof (Fachgebiet Scientific Computing und bis 2022 Leiter des Hochschulrechenzentrums, TU Darmstadt) ist die TU Darmstadt teil des „Nationalen Hochleistungsrechenzentrum for Computational Engineering Sciences (NHR4CES)“.

2020

Das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) eröffnet offiziell am 15.09.2020 in einer Videokonferenz sein Netzwerk von 30 Forschungseinheiten. Eines davon ist an der TU Darmstadt verankert. Deren Sprecher ist Informatik-Professor Stefan Roth.

2020

Sechs Professuren sowie die Geschäftsstellen des Sonderforschungsbereichs CROSSING und des TU-Profilbereichs CYSEC beziehen im Frühjahr 2020 den Neubau für die IT-Sicherheitsforschung am Kantplatz. Pandemie-bedingt findet die Einweihung erst im Mai 2022 statt.

2020

Einrichtung des LOEWE-Zentrums emergenCITY unter der Leitung von Professor Matthias Hollick. emergenCITY forscht an resilienten Infrastrukturen digitaler Städte, die auch Krisen und Katastrophen standhalten. An dem interdisziplinären Zentrum sind neben der TU Darmstadt die Universität Kassel und die Philipps-Universität Marburg beteiligt.

2019

Verstetigung des Center for Research in Security and Privacy (CRISP) als Nationales Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE. ATHENE ist das größte Forschungszentrum für Cybersicherheit und Privatsphärenschutz in Europa am Standort Darmstadt, an denen die Fraunhofer-Institute SIT und IGD sowie die Hochschule Darmstadt und die TU Darmstadt beteiligt sind.

2019

Einrichtung des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz (Hessian.AI) mit Hauptsitz an der TU Darmstadt und den Co-Direktoren Professor Kristian Kersting und Professorin Mira Mezini. hessian.AI hat das Ziel, die Spitzenforschung, die die dritte Welle der KI prägt, weiter voranzutreiben. Das Zentrum konzentriert sich auf konkrete praktische Anwendungen und den Transfer von Wissen in Wirtschaft und Gesellschaft.

2018

Gründung der Initiative AIDA - Artificial Intelligence at TU Darmstadt an der TU Darmstadt zur Koordination und Verbesserung der Kern-KI-Forschung an der TU Darmstadt.

2018

Hoher Besuch: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besuchte im Oktober 2018 gemeinsam mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und dem hessischen Wissenschaftsminister Boris Rhein den Campus Stadtmitte. Nach Vorführungen mit Schwerpunkt auf die Bereiche der KI und Robotik bezeichnete die Kanzlerin die TU Darmstadt als „ein Juwel in Fragen der Künstlichen Intelligenz“.

Bundeskanzlerin Merkel (r.) lenkt unter der Anleitung von Alexander Stumpf ( Fachgebiet SIM; 2.v.r.) und den Augen von TU-Präsident Hans Jürgen Prömel (3.v.r.) einen Roboter.
2018

Einrichtung des LOEWE-Schwerpunkts „Software-Factory 4.0“. Drei Ziele standen im Fokus der Forschung: die Flexibilisierung spezialisierter Softwaresysteme im Anwendungsfeld Industrie 4.0, die Parallelisierung existierender Software im Anwendungsfeld High Performance Computing und die Vereinfachung des Reengineerings in beiden Anwendungsfeldern. Die Förderung des LOEWE-Schwerpunkts läuft Ende 2022 aus. Sprecher: Professor Heiko Mantel.

2017

Für den Ausbau ihres Lichtenberg-Hochleistungsrechners bekommt die TU Darmstadt 15 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm Forschungsbauten. Alleine die erste Ausbaustufe soll eine real erreichbare Spitzenleistung von 3 PetaFlop/s bringen und stellt 234 Terabyte RAM zur Verfügung. Im September 2020 soll die erste Ausbaustufe des Lichtenberg II in Betrieb genommen werden.

2017

Einrichtung des Intel Collaborative Research Institute for „Collaborative Autonomous & Resilient Systems (CARS)“. Zentrales Thema von ICRI-CARS war die Untersuchung von Sicherheit, Privatsphäre und Schutz autonomer Systeme, die miteinander zusammenarbeiten. Die Förderperiode von ICRI-CARS endete 2020. Direktor: Professor Ahmad-Reza Sadeghi.

2016

Die bisher vom Bund (EC SPRIDE) und dem Land Hessen (CASED) finanzierten IT-Sicherheits-Forschungszentren bündeln ihre Kräfte im Center for Research in Security and Privacy, kurz CRISP. Die TU Darmstadt ist wichtigster Partner im BMBF-Kompetenzzentrum CRISP.

Eröffnungsfeier des Center for Research in Security and Privacy im November 2015.
2015

Einrichtung des DFG-Graduiertenkollegs GRK 1994: Adaptive Informationsaufbereitung aus heterogenen Quellen. Ziel des GRKs war es strukturiertes Wissen aus heterogenen Textquellen mit automatisierten Methoden zu extrahieren und zu einem informativen und stilistisch homogenen Dossier aufzubereiten. Die Förderung des GRKs endete 2019. Sprecherin: Professorin Iryna Gurevych.

2015

Einrichtung des DFG-Graduiertenkollegs „Privacy and Trust for Mobile Users“. Ziel des GRKs ist es, die Position der mobilen Nutzer*innen - beispielsweise von Smartphones - gegenüber internetbasierten Diensten, sozialen Netzwerken und sensorgestützten Umgebungen (zusammenfassend als "Netzwerke" bezeichnet) zu verbessern. Sprecher ist Professor Max Mühlhäuser.

2015

Einrichtung des LOEWE-Schwerpunkt NICER („Networked Infrastructureless Cooperation for Emergency Response“). Innerhalb des Projekts erforschte das NICER-Team, wie infrastrukturlose Informations- und Kommunikationstechnologie im Krisenfall Menschen vernetzen und damit eine Kooperation zur Bewältigung der Krise ermöglichen kann. Die Förderung von NICER endete 2018. Sprecher: Professor Matthias Hollick.

Im LOEWE-Schwerpunkt NICER wurden bis 2018 Kommunikationsnetze für den Notbetrieb entwickelt.
2014

Einrichtung des DFG-Sonderforschungsbereichs CROSSING für "Kryptographiebasierte Sicherheitslösungen als Grundlage für Vertrauen in heutige und zukünftige IT-Systeme". Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Kooperation zwischen Quantenphysik und Informatik. Sprecher: Professor Johannes Buchmann (bis 2019), Professor Marc Fischlin (seit 2019).

2013

Am 05. Juni weiht die TU Darmstadt unter der Leitung von Professor Christian Bischof den neuen Lichtenberg-Hochleistungsrechner offiziell ein. Der Rechner löst in wenigen Stunden oder Wochen Probleme, für die ein normaler Büro-Computer Monate oder Jahrzehnte bräuchte, wenn er sie überhaupt bewältigen könnte.

Der Lichtenberg-Hochleistungsrechner ersetzt den alten, im Jahr 2002 installierten Rechner, dessen Leistung er bereits mit der ersten Ausbaustufe um das 30-fache übersteigt. Im Jahr 2015 gehörte der Lichtenberg I zu den TOP500, eine Liste der 500 schnellsten Computersysteme der Welt.

2013

Seit dem 01. Januar 2013 erforscht der Sonderforschungsbereich MAKI (Multi-Mechanismen-Adaption für das künftige Internet) die Mechanismen in Kommunikationssystemen, deren Adaption, Interaktion und fortlaufende Optimierung sowie deren langfristige Weiterentwicklung. Der Fachbereich Informatik ist 2022 (dritte Förderperiode) mit acht Teilprojektleitenden beteiligt. Sprecher ist Prof. Dr.-Ing. Ralf Steinmetz (Fachbereich Elektrotechnik- und Informationstechnik und Zweitmitglied im Fachbereich Informatik).

2012

Einrichtung des „Intel Collaborative Research Institute for Secure Computing“ (ICRI-SC), der erste Intel-Sonderforschungsbereich für IT-Sicherheit außerhalb der USA. ICRI-SC konzentriert sich auf die “Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen” von System-on-a-Chip-Plattformen. Die Förderperiode von ICRI-SC endete 2017. Das Nachfolgeprojekt ist ICRI-CARS. Direktor: Professor Ahmad-Reza Sadeghi.

2011

Einrichtung des European Center for Security and Privacy by Design (EC SPRIDE) an der TU Darmstadt. EC SPRIDE war eines von drei Kompetenzzentren für IT-Sicherheitsforschung, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Oktober 2011 im Rahmen der High-Tech-Strategie fördert. Die Förderperiode endete 2015. Direktor: Professor Michael Waidner.

2010

Einrichtung des DFG-Schwerpunktprogramms Reliably Secure Software Systems (RS3). Das übergeordnete Ziel des Schwerpunktprogramms bestand darin, die zuverlässige Zertifizierung nützlicher, systemweiter Sicherheitsgarantien auf der Grundlage eines fundierten Verständnisses von Programmen und Sicherheitsaspekten zu unterstützen. Die Förderung von RS3 endete 2017. Sprecher: Professor Heiko Mantel.

2008

Einrichtung des LOEWE-Zentrum CASED ("Center for Advanced Security Research Darmstadt"; 2008 - 2016) unter der Federführung der TU Darmstadt. Im LOEWE-Zentrum CASED schlossen sich mit TU Darmstadt, Hochschule Darmstadt sowie dem Fraunhofer SIT verschiedene Akteure am Standort zusammen, um in einer Kooperation von Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung die Darmstädter Cybersicherheitslandschaft auszubauen. Direktor des LOEWE-Zentrums waren Prof. Johannes Buchmann und Prof. Michael Waidner.

Eröffnungsfeier des LOEWE-Zentrum CASED im Februar 2009 an der TU Darmstadt.
2007

Einrichtung des DFG-Graduiertenkollegs Infrastruktur für den elektronischen Markt unter der Leitung von Professor Alejandro P. Buchmann und Professor Friedemann Mattern. Ziel des interdisziplinären Graduiertenkollegs war die Erforschung der Infrastruktur für den elektronischen Markt. Das Programm war in der Informatik verankert, erforschte jedoch insbesondere die Schnittstellen zwischen der technologischen und der rechtlich-politischen bzw. wirtschaftlichen Infrastruktur des elektronischen Markts. Die Förderung des Graduiertenkollegs lief bis 2007.

2006

Einrichtung des DFG-Graduiertenkollegs GRK 1362 "Kooperatives, adaptives und reaktives Monitoring in heterogenen, dynamischen Umgebungen". Die Förderung des Graduiertenkollegs endete 2015. Sprecher: Professor Oskar von Stryk.

2004

Nach einer grundlegenden Sanierung von 2000 – 2003 zieht die Informatik in das ehemalige Zintl-Institut ein; das Gebäude wird in Robert-Piloty-Gebäude umbenannt. Am 23. Juni 2004 findet die feierliche Eröffnung des Robert-Piloty-Gebäudes durch Robert Piloty (2.v.l.) und Udo Corts (hessischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, 3.v.l) zusammen mit Dekan Max Mühlhäuser (links) und TU-Präsident Jan Wörner (rechts) statt.

2004

An der TU Darmstadt werden 100 000 Jahre Informatik (im binären Zahlensystem beziffert) gefeiert.

2002

Gründung des Darmstädter Zentrums für IT-Sicherheit (DZI). Bis 2008 bündelt es die vielfältigen IT-Sicherheitsaktivitäten der TU Darmstadt. Sprecher waren Professor Johannes Buchmann und Professorin Claudia Eckert. 2008 geht das DZI im LOEWE-Zentrum CASED auf.

2002

An der TU Darmstadt werden 30 Jahre Informatik gefeiert.

2000

2000 Beteiligung am Forschungsnetz "Metaheuristics Network", das von der Europäischen Kommission im Rahmen des "Human Potential - Research Training Networks" Programms unter der Projektnummer HPRN-CT-1999-00106, bis 2004 gefördert wurde. Leitung des Knotens: Professor Wolfgang Bibel.

2000

Am 20. November wird in Darmstadt die nordwesteuropäische Ausscheidung der Programmier-Olympiade der ACM mit 121 Teilnehmern aus Skandinavien, den Benelux-Ländern, Großbritannien und Deutschland veranstaltet.

1998

Beteiligung als Knoten im European Network of Excellence in "AI Planning", PLANET, ID 28439, das von der Kommission der EU im Rahmen von ESPRIT bis 2003 gefördert wurde. Leitung des Knotens: Professor Wolfgang Bibel.

1998

Zum Wintersemester 1998/99 können sich erstmalig Studierende in den Studiengang Mathematics with Computer-Science einschreiben. Neu an diesem Studienangebot ist seine internationale Ausrichtung sowohl in der Unterrichtssprache (Englisch und Deutsch) wie in den Studieninhalten. Mit diesem Angebot sollen ausländische und inländische Studieninteressenten gleichermaßen angesprochen werden.

1996

Die Fachgebiete "Theoretische Informatik" unter der Leitung von Professor Johannes Buchmann und "Datenbanken und Verteilte Systeme" unter der Leitung von Professor Alejandro Buchmann werden am Fachbereich Informatik eingeführt.

1996

Informatik kann nun als erstes oder zweites Hauptfach für das Studium Lehramt an der gymnasialen Oberstufe belegt werden.

1995

An der TU Darmstadt findet die dritte internationale WWW-Konferenz statt.

1992

Beteiligung als Knoten im European Network of Excellence in Computational Logic, CompuLog, gefördert von der European Commission bis 2000. Leitung des Knotens: Professor Wolfgang Bibel.

1992

Einrichtung des DFG-Graduiertenkollegs Gl 144/7-1 "Intelligente Systeme für die Informations- und Automatisierungstechnik". Die Förderung des Graduiertenkollegs endete 2001. Mitantragsteller und Betreuer am FB20: Professor Wolfgang Bibel.

1992

Einrichtung des DFG-Schwerpunktprogramms "Deduktion".

Das Ziel des Schwerpunktprogramms bestand in der Erforschung von Deduktionsmethoden und der Entwicklung leistungsfähiger Deduktionssysteme. Die Förderung endete 1998. Sprecher: Professor Wolfgang Bibel.

1992

Festveranstaltung 20 Jahre Fachbereich Informatik Technische Universität Darmstadt. Organisation: Dekan Professor Wolfgang Bibel.

1992

Gründung des Fraunhofer Instituts für Sichere Telekooperationstechnik (SIT), das bis 2004 von Professor Dr. Heinz Thielmann geleitet wurde - ab 2002 gemeinsam mit Professorin Claudia Eckert. 2004 erhält das Institut den heutigen Namen "Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie" und steht unter alleiniger Leitung von Professorin Eckert. Ab Oktober 2010 übernimmt Professor Michael Waidner die Institutsleitung und die Forschungsgruppe "Sicherheit in der Informationstechnik" am Fachbereich Informatik der TU.

1990

Bewilligung der Finanzierung durch die EU-Kommission des Ankaufs eines Transputersystems im Rahmen des Projekts PLANT als erster Parallelrechner am Fachbereich. Verantwortlich: Professor Wolfgang Bibel.

1990

Am Fachbereich Informatik der TH Darmstadt wird die viersemestrige Fortbildung "Informatik für Lehrer" angeboten. Sie soll Lehrende an Gymnasien befähigen, das Fach Informatik an Schulen zu unterrichten, und kann somit als Vorläufer des später folgenden Lehramtsstudiengangs angesehen werden.

1989

Am Fachbereich Informatik der TH Darmstadt wird das Fachgebiet Intellektik unter der Leitung von Prof. Wolfgang Bibel eingeführt. Im Rahmen des "Wissenschaftsjahrs 2019" wurde Bibel als einer der zehn prägenden Köpfe der deutschen KI-Geschichte gewürdigt.

1987

Gründung des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD). Das Institut ging aus der 1987 von der Fraunhofer-Gesellschaft gegründeten Arbeitsgruppe für Graphische Datenverarbeitung (AGD) hervor. Seit Gründung bestehen enge Verbindungen mit der TU Darmstadt: Das Fraunhofer IGD wurde ab Gründung von TU-Professor José Luis Encarnação (Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme) geleitet. Seit 2006 leitet Professor Dieter Fellner das Fraunhofer Institut sowie das Fachgebiet GRIS.

Das Institut gilt als eine der ersten Forschungseinrichtungen, die eine eigene Webseite betrieben und an Internettechnologien forschten.

1987

Im April findet an der TH Darmstadt die Datenbanktagung BTW 87 der Gesellschaft für Informatik statt.

1987

Einrichtung des Fachgebiets "Integrierte Publikations- und Informationssysteme" unter der Leitung von Professor Erich Neuhold.

1986

Am 18. November wird das Fraunhofer-Institut für integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) öffentlich in Darmstadt vorgestellt. Es beschäftigte sich ab 1987 mit Fragen der Produktion, Aufbereitung, Speicherung, Verteilung und Nutzung von Informationen. Das Institut wird bis 2005 von Professor Erich Neuhold und schließlich ab 2005 bis zur Auflösung des Instituts im November 2006 von Professor Thomas Hofmann (Fachgebiet für Professor für Intelligente Systeme) geleitet.

1986

Ausstellung „Symmetrie in Kunst Natur und Wissenschaft“ auf der Mathildenhöhe. Die Forschungsgruppe GRIS ist beteiligt und bildet mit modernster Computertechnik Raffaels "Schule von Athen" per Computer nach.

1984

Am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt werden die ersten vier UNIX-Systeme angeschafft. Dank der Cadmus 9230 erfolgte auch die Einrichtung eines LAN (Ethernet).

1981

Die Eurographics, eine weltweite Konferenz für Computergraphik, findet im September in Darmstadt statt. Mehr als 500 internationale Forschende nehmen daran teil.

1979

Am Fachbereich Informatik wird eine neue Siemens 7.748 Rechenanlage angeschafft und ersetzt die alte. Da auch diese sehr schnell wieder ausgelastet ist, wird sie auch danach noch oft aufgerüstet und durch bessere Systeme ersetzt.

1979

An der TU Darmstadt wird Informatik für Ingenieure eingeführt und vom Fachbereich Informatik für die Elektrotechnik abgehalten.

1978

Die erste Habilitation erfolgt am Fachbereich Informatik.

1977

Im März organisiert der Fachbereich Informatik die dritte Fachtagung für theoretische Informatik der Gesellschaft für Informatik GI.

1976

Zum Wintersemester führt die TH Darmstadt den ersten Studiengang für Wirtschaftsinformatik in Deutschland ein, in den sich 37 Studierende einschreiben.

Professor Hartmut Wedekind war als Mitglied des Gründungsausschusses und als Gründungsdekan eine wichtige Person für den Fachbereich Informatik und fast mehr noch für die Wirtschaftsinformatik an der TH Darmstadt. Durch sein Fachgebiet "Betriebswirtschaftslehre und Datenverarbeitung" nahm er eine Brückenfunktion zwischen der Informatik und den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ein.

1975

Der Fachbereich Informatik der TH Darmstadt verabschiedet den ersten Diplomanden und den ersten Doktor.

1975

Am Fachbereich werden die Fachgebiete Graphisch-Interaktive Systeme unter der Leitung von Professor José Luis Encarnação und Datenverwaltungssysteme unter der Leitung von Professor Gerhard Lustig eingeführt.

1974

Der Fachbereich Informatik der TH Darmstadt gibt einen Studienplan (Diplom) heraus.

1973

Am Fachbereich Informatik der TH Darmstadt tritt die erste Diplomprüfungsordnung in Kraft. Zudem werden fünf Schwerpunkte unterrichtet: Theoretische Informatik, Höhere Programmiersprachen und Übersetzer, Betriebssysteme, Datenverwaltung und Rechnerhardware.

1972

Die konstituierende, erste Sitzung der Fachbereichskonferenz Informatik findet am 15. Mai 1972 statt. Zu den Teilnehmern gehören die Professoren Hans-Jürgen Hoffmann, Robert Piloty, Helmut Waldschmidt und Hermann Walter, die wissenschaftlichen Mitarbeiter H. Hoehne, A. Müller und H. Schramm und die Studierendenvertreter Lucas und Tanner sowie Frau Jäger als nichtwissenschaftliche Mitarbeiterin. Im Anschluss wird offiziell die Gründung des Fachbereichs Informatik gefeiert.

Artikel über Gründung des Fachbereichs Informatik an der TH Darmstadt im Darmstädter Tagblatt vom Mai 1972.
1972

Der erste Fachbereichsrechner wird angeschafft und in einem großen Saal in der Landgraf-Georg-Straße der TH Darmstadt gelagert. Der Siemens 4004/46 wurde im Wintersemester 1973/74 gegen die neu verfügbaren 4004/151 ausgetauscht. Die Anlage verfügte über 256 Kilobyte Hauptspeicher und einige Megabyte Festplatte, die von allen Benutzern gemeinsam genutzt wurden. Sie ging im August in Betrieb.

1972

Mit der Prüfungsordnung Vordiplom (Vorprüfung) werden für die Informatik-Studierenden gesicherte Verhältnisse geschaffen. Aufnahme der Promotionsmöglichkeit mit Verleihung der Grade Dr.-Ing. und Dr. rer. nat. in die Promotionsordnung.

1971

Die Einschreibung in den neuen Diplom-Studiengang Informatik sind an der TH Darmstadt erstmals zum Wintersemester 1971/72 möglich. Dabei steht zunächst noch offiziell Fachbereich 19 (Elektrotechnik) auf dem Ausweis. Der Fachbereich 20 (Informatik) wurde schließlich am 15. Mai 1972 - als einer der ersten Informatik-Fachbereiche in Deutschland überhaupt - gegründet.

Im gleichen Jahr wird bereits die erste Diplomarbeit, betreut von Professor Hartmut Wedekind, abgeschlossen.

Vorlesungsverzeichnis der TH Darmstadt für das WS 1971/72.
1970

Die ersten Professuren (H4) für den neuen Fachbereich Informatik werden an der TH Darmstadt ausgeschrieben. Die ersten neu berufenen Professoren waren Hans-Jürgen Hoffmann (1971; Fachgebiet Programmiersprachen und Übersetzer I) und Hermann Walter (1972; Fachgebiet Automatentheorie und formale Sprachen).

1973 folgten Professor David Parnas, Professor Hans Tzschach und Professor Helmut Waldschmidt (Wechsel vom Fachbereich Mathematik). Professor Waldschmidt, wie auch die Professoren Robert Piloty (FB 19) und Hartmut Wedekind (FB 1), war im neuen Fachbereich Informatik von Beginn an als Zweitmitglieder vertreten.

1969

An der TH Darmstadt findet am 9. September die erste Sitzung des Gründungsausschusses Informatik statt, an der die Professoren Laugwitz, Piloty und Wedekind teilnehmen.

1969

16. Juni 1969 - das Memorandum der Senatskommission Informatik zur Errichtung eines Informatikstudiums an der Technischen Hochschule Darmstadt bildet die Arbeitsgrundlage des Gründungsausschusses Informatik (GAI). Das Memorandum zeigte, dass man nach angelsächsischem Vorbild eine Studienrichtung "Computer Science" einführen wollte, die einen eigenen Fachbereich bilden sollte. Bis die Einrichtung eines eigenen Informatikfachbereichs umgesetzt werden konnten, führte vorläufig der Fachbereich Elektrotechnik im Wintersemester 1968/69 eine Fachrichtung Informatik mit entsprechenden Lehrveranstaltungen ein.

1968

Am 7. Oktober 1968 beschließt der Senat auf Antrag der Fakultät Elektrotechnik einen Studiengang Informatik einzurichten. Die erste Sitzung des vorbereitenden Unterausschusses der Senatskommission Informatik findet nur wenig später am 31. Oktober 1968 statt. Mitglieder des vorbereitenden Unterausschusses der Senatskommission Informatik sind Prof. Gaede, Prof. Laugwitz, Prof. Oppelt, Prof. Piloty und Prof. Wedekind. Knapp vier Wochen später, am 25. November, tagt erstmalig die Senatskommission Informatik.

1968

Amerikanische Universitäten führen auf einen Vorschlag der Association for Computing Machinery (ACM) erstmalig "computer science"-Departments ein.