Symposium zur Künstlichen Intelligenz

26.11.2018

Symposium zur Künstlichen Intelligenz

Am Freitag (23.11.) diskutierten an der TU Darmstadt über 100 Wissenschaftler*innen über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz (KI). Der Fachbereich Informatik nahm den 80. Geburtstag von KI-Pionier Prof. Dr. Wolfgang Bibel zum Anlass, zusammen mit Alumni seines früheren Fachgebietes und dem europäischen KI-Netzwerk CLAIRE zu einem Symposium nach Darmstadt einzuladen.

Expertenrunde zum Thema Künstliche Intelligenz. Bild: Stefan Elges – © Fotograf: Stefan Elges
Expertenrunde zum Thema Künstliche Intelligenz. Bild: Stefan Elges

Ziel der Veranstaltung war es, die Geschichte und den aktuellen Stand der KI-Forschung zu beleuchten und damit auch das Lebenswerk eines Pioniers zu ehren, der im Jahr 1988 die KI-Forschung an der damaligen TH begründet hat.

Welche gesellschaftlichen Auswirkungen wird die technische Entwicklung und Verbreitung von KI in Deutschland haben? Wie können wir Spitzenforscher nach Deutschland holen und talentierten Nachwuchs an den Universitäten halten?

Diese und weitere Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) beleuchtete Moderator Alexander Armbruster, Online-Ressortleiter der FAZ in einer Podiumsdiskussion mit Jubilar Prof. Wolfgang Bibel, Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), Prof. Dr. Holger Hoos von der Universiteit Leiden und Prof. Dr. Kristian Kersting von der TU Darmstadt.

Alle Teilnehmer der Diskussionsrunde sahen die geplanten Investitionen der Bundesregierung positiv, wiesen aber auf die im Vergleich zu anderen Nationen geringe Höhe hin. Bibel sieht durch die Automatisierung bestimmter Berufe eine Umstrukturierung des Arbeitsmarktes kommen, Deutschland habe aber eine gute soziale Infrastruktur und sei stark genug, um der KI gegenüber aufgeschlossen zu sein. Kersting betonte, dass für Spitzenkräfte nicht allein das Gehalt zählt. Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland sollten mit Wissenschaftsfreiheit, attraktiver Ausstattung der Forschungsgebiete sowie einer aufgeschlossenen Kultur und schlanker Bürokratie werben. Gute Forscher*innen wollten immer auch ein wenig die Welt verändern und mit den passenden Rahmenbedingungen könnten Universitäten auch mit Google, Facebook und Co konkurrieren.

Bilder: Stefan Elges

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