Forschungskooperation mit Merck gestartet

Korrekte Nachhaltigkeitsberechnung anhand der umfassenden Lebenszyklusmodellierung von Produkten

2021/08/02

Die TU Darmstadt und das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck haben auf ihrer kürzlich gebildeten gemeinsamen Forschungsplattform zum Zukunftsthema Nachhaltigkeit die ersten Projekte an den Start gebracht: Der „Sustainability Hub“ wird unter anderem das Fachgebiet Data Management von Prof. Carsten Binnig mit einem interdisziplinären Vorhaben zu effizienten Computerarchitekturen fördern.

Aus 27 Projektvorschlägen aus der TU Darmstadt hat der Lenkungsausschuss der Kooperationsplattform von TU und Merck in einem strengen wettbewerblichen Verfahren vier Projekte ausgewählt, die in den kommenden Jahren finanziell unterstützt werden. An der Ausschreibung hatten sich insgesamt 31 Arbeitsgruppen aus neun Fachbereichen beteiligt. Informatikprofessor Carsten Binnig war zusammen mit einem interdisziplinären Team erfolgreich.

Über das Forschungsprojekt

„Faster, easier, better? Life Cycle Modelling in the Information Age

Die detaillierte Analyse des Lebenszyklus‘ (Life Cycle Assessment, LCA) von Produkten, also die systematische Auswertung der Umwelteinwirkung und der Energiebilanz ab der Entwicklung bis zur Entsorgung, ist eine herausfordernde Aufgabe, um die Nachhaltigkeit von Produkten und damit das Wirken eines Unternehmens zu bewerten.

Das Projekt von Professorin Liselotte Schebek (Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften), Professor Carsten Binnig (Fachbereich Informatik) und Professor Markus Lederer (Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften) verfolgt einen interdisziplinären Ansatz des Life Cycle Modelling: Neueste Methoden IT-gestützter Datenerhebung und -auswertung werden mit politischen Rahmenbedingungen verknüpft, um wichtige Indikatoren zu erhalten. Daraus können konkrete Maßnahmen für nachhaltigere Produktlebenszyklen und Handlungsempfehlungen für Unternehmen abgeleitet werden.