Neu am Fachbereich: Prof. Mohammad Emtiyaz Khan

Adaptive Bayesianische Intelligenz

10.06.2026

Professor Mohammad Emtiyaz Khan verstärkt seit dem 1. Juni den Fachbereich Informatik an der TU Darmstadt. Der 47-jährige Experte für Adaptive Bayesianische Intelligenz war zuvor als Teamleiter für ein KI-Projekt am Forschungsinstitit RIKEN in Japan tätig. Wir haben Professor Khan zum Start ein paar Fragen gestellt:

Professor Mohammad Emtiyaz Khan

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Künstliche Intelligenz (KI) verändert unsere Gesellschaft, und so spannend das auch ist, müssen wir uns doch auch auf neue Möglichkeiten und Herausforderungen vorbereiten. Meine Arbeit konzentriert sich auf neue Paradigmen des maschinellen Lernens, um die Nachhaltigkeit, Transparenz und Zuverlässigkeit von KI zu verbessern. Diese Arbeit ist nicht nur aufgrund ihres Potenzials, die Art und Weise, wie wir KI-Systeme nutzen und entwickeln, grundlegend zu verändern, äußerst wichtig, sondern auch, weil sie uns eines Tages helfen kann, die Geheimnisse des intelligenten Verhaltens sowohl künstlicher als auch natürlicher Wesen zu entschlüsseln.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf maschinellem Lernen und Bayes’schen Methoden, mit Fachkenntnissen in Statistik, Optimierung und Steuerung. Im Laufe der Jahre habe ich mit vielen Forschern aus dem Ingenieurwesen zusammengearbeitet, beispielsweise an Problemen in den Bereichen Kommunikation, komplexe Systeme, Spieltheorie und so weiter. Meine Methoden stehen in engem Zusammenhang mit denen, die in den Natur- und Sozialwissenschaften verwendet werden, wie Kognitionswissenschaft, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Philosophie, Biologie, Mathematik und Physik. Ich hoffe, mit solchen Fachbereichen an der TU Darmstadt in Kontakt zu treten und zusammenzuarbeiten.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Es fällt mir schwer, mich für eine zu entscheiden, aber in der Vergangenheit habe ich es genossen, von Kognitionswissenschaftlern und Psychologen, aber auch von Physikern und Biologen zu lernen. Ich bin fasziniert von komplexen Systemen, die aus mehreren interagierenden Einheiten bestehen (ob intelligent oder nicht), und davon, wie diese Interaktionen zu neuen, interessanten Mustern führen können. Die Natur ist voll von solchen Phänomenen, und ich möchte sie besser kennenlernen und verstehen.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich…

.. das Gleiche tun wie damals: neugierig sein, tiefgründig nachdenken und Spaß haben.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… mit meiner Familie irgendwo in der Natur zu sein (wandern, schwimmen, zelten oder einfach nur zusammen sein).

Die Fragen stellte Michaela Hütig