TU Darmstadt und IMDEA Networks stärken Forschungskooperation in der Informatik

Beide Institutionen haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um durch engere Zusammenarbeit Austausch und Innovationen zu fördern

29.09.2026

Der Fachbereich Informatik der Technischen Universität Darmstadt und das europäische Forschungszentrum IMDEA Networks Institute haben ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen.

Die am 9. September formalisierte Vereinbarung verpflichtet beide Institutionen zum Wissensaustausch in der Grundlagenforschung, der angewandten Forschung und beim Innovationstransfer sowie zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Forschungsinitiativen in Bereichen von gemeinsamem Interesse.

Um diese Ziele umzusetzen, planen die Partner eine Reihe gemeinsamer Aktivitäten, darunter bilaterale Workshops und Veranstaltungen zur Vernetzung der Forschenden beider Institutionen, Erkundungsbesuche zur Vorbereitung künftiger Kooperationen sowie die gemeinsame Entwicklung von Forschungsprogrammen und -projekten. Die Vereinbarung fördert im Rahmen dieser Zusammenarbeit zudem den Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – einschließlich Doktorandinnen und Doktoranden, Postdocs, technischem Personal sowie Expertinnen und Experten.

Über die Institutionen

Das IMDEA Networks Institute ist ein führendes europäisches Forschungszentrum für Computer- und Kommunikationsnetze, das international für grundlegende Arbeiten in den Bereichen Vernetzte Systeme, drahtlosen und mobilen Computings, KI-nativen Networkings, Cybersicherheit und Datenschutz bekannt ist. Es verbindet Spitzenforschung, groß angelegte experimentelle Infrastruktur, Technologietransfer und internationale Zusammenarbeit, um die digitalen Infrastrukturen der modernen Gesellschaft voranzubringen.

Der Fachbereich Informatik der TU Darmstadt zählt laut csrankings.org zu den Top 10 der Informatikforschung in Europa. Er genießt internationale Anerkennung für seine Exzellenz in den Bereichen Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz sowie für sehr starke Beiträge in den Bereichen vernetzte und verteilte Systeme, Cyber-Resilienz, Software Engineering und theoretische Informatik. Als Teil einer der führenden technischen Universitäten Deutschlands verbindet der Fachbereich rigorose Grundlagenforschung, enge Partnerschaften mit Industrie und öffentlicher Hand sowie eine lebendige Doktoranden- und Postdoc-Gemeinschaft, um sowohl die Wissenschaft als auch die Anwendung der Informatik voranzubringen.

Prof. Dr. Jörg Widmer, Forschungsdirektor bei IMDEA Networks, ordnet dies ein: „Die kombinierte Exzellenz von IMDEA Networks und der TU Darmstadt wird dazu beitragen, einige der großen Herausforderungen der Informatikforschung anzugehen. Dieses MoU stärkt unsere bereits fruchtbare Zusammenarbeit weiter.“

Prof. Dr. Carsten Binnig, Dekan des Fachbereichs Informatik der TU Darmstadt, ergänzt: „Internationale Partnerschaften sind zentral für das Forschungsprofil unseres Fachbereichs. Dieses MoU verbindet zwei starke Forschungsgemeinschaften, insbesondere im Bereich komplexer vernetzter Systeme, und ich freue mich darauf, zu sehen, was wir gemeinsam erreichen können.“

Die Partnerschaft mit Leben füllen

Verankert wird das MoU durch die Doppelaffiliation von Prof. Dr. Matthias Hollick, der sowohl die Gruppe Secure Mobile Systems bei IMDEA Networks als auch das Secure Mobile Networking Lab an der TU Darmstadt leitet — so wird gewährleistet, dass sich die Zusammenarbeit von Anfang an unmittelbar in gemeinsamer Forschungstätigkeit niederschlägt.

„Mit unserem besonderen Fokus auf vernetzte Systeme, Cybersicherheit und Cyber-Resilienz sowie Künstliche Intelligenz arbeiten wir an der Schnittstelle einiger der drängendsten Themen von gesellschaftlicher Bedeutung“, betont Prof. Dr. Hollick, „und wir haben bereits mit der Doppelaffiliation von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern begonnen, die teils in Madrid, teils in Darmstadt tätig sind.“

Diese Partnerschaft spiegelt die strategische Vision beider Institutionen wider, ihre internationale Präsenz zu stärken und durch enge Zusammenarbeit eine Innovationskultur zu fördern.