Energy Robotics von EXIST gefördert

31.10.2018

Energy Robotics von EXIST gefördert

TU Darmstadt erfolgreich bei Forschungstransfer-Anträgen

Mit dem Förderprogramm „EXIST-Forschungstransfer“ werden besonders anspruchsvolle technologieorientierte Unternehmensgründungen aus Hochschulen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt. Das Team um Professor Oskar von Stryk vom Fachbereich Informatik tritt mit „Energy Robotics“ in den Markt um autonome mobile Roboteranwendungen ein.

Der Roboter Argonaut wird von der Software des „Energy Robotics“ Teams im Mai 2017 zum Gewinn der internationalen ARGOS Challenge für den ersten autonomen Inspektionsroboter auf Öl- und Gas-Anlagen gesteuert. Bild: Laurent Pascal / TOTAL
Der Roboter Argonaut wird von der Software des „Energy Robotics“ Teams im Mai 2017 zum Gewinn der internationalen ARGOS Challenge für den ersten autonomen Inspektionsroboter auf Öl- und Gas-Anlagen gesteuert. Bild: Laurent Pascal / TOTAL

Aus Forschungsergebnissen sollen Innovationen werden. Dieser Transfer wird in Darmstadt seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt. Drei Projekte der TU konnten beim Wettbewerb des BMWi um forschungsbasierte Gründungsvorhaben überzeugen, darunter Energy Robotics vom Fachbereich Informatik. Insgesamt fließen 2,6 Millionen Euro in innovative Projekte. Die TU hat damit noch einmal ihre besondere Stellung als Gründerhochschule bestätigt.

Energy Robotics

Mit der EXIST-Förderung können Dr.-Ing. Stefan Kohlbrecher, Dr.-Ing. Dorian Scholz und Dr.-Ing. Alberto Romay das Produkt „Energy Robotics Brain“ zur Marktreife bringen. Dies ist eine Software-Suite, die mobile Bodenroboter autonom macht, damit diese Aufgaben der Fernüberwachung und -inspektion von Hochrisikobereichen wie Anlagen der chemischen und petrochemischen Industrie, unbemannter hochseegestützter Öl- und Gasplattformen oder Einsätze von Rettungskräften durchführen können.

Die Gründungsidee des Teams wurde durch viele Erfolge bei internationalen Wettbewerben für autonome Roboter geboren und nach dem jüngsten Sieg bei der ARGOS Challenge realisiert. Hier zeigte das Team mit einem ATEX-zertifizierten Roboter eines Hardware-Kooperationspartners eindrucksvoll, dass Routine- und Notfall-Aufgaben von intelligenten Robotern durchgeführt werden können. Erste Kunden haben bereits starkes Interesse angemeldet.

Hintergrund: HIGHEST und EXIST

Die TU Darmstadt fördert Gründungen durch das Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST. HIGHEST steht für Home of Innovation, Growth, Entrepreneurship and Technology Management. Es ist die zentrale Anlaufstelle für alle wissens- und technologiebasierten Gründungsvorhaben in der Region. Das Angebot von HIGHEST stützt sich auf die vier Säulen Business Development & Gründungsberatung, Lehre, Forschung & Innovation, Netzwerk & Kooperation. Gründungsinteressierten Studierenden und Wissenschaftlern, Start-ups und auch etablierten Unternehmen wird damit ein breites Spektrum an Unterstützungs- und Kooperationsmöglichkeiten eröffnet.

Als eine von bundesweit 22 Gründerhochschulen ist die TU Darmstadt unter den TOP 5 der antragsstärksten Universitäten für EXIST-Gründerstipendien und EXIST-Forschungstransfer Bewilligungen. Mit einer Bewilligungsquote von 85 Prozent bei EXIST-Gründerstipendien und einer 95-prozentigen Bewilligungsquote bei EXIST-Forschungstransfer überzeugen die Geschäftsideen und die professionelle Beratung und Betreuung durch HIGHEST regelmäßig die Jury in Berlin. Seit 2013 konnten mit Hilfe von HIGHEST ca. 9,1 Millionen Euro an Fördermitteln für Existenzgründungen aus der Wissenschaft erfolgreich akquiriert werden und 30 EXIST-Start-ups finanziert werden.

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