QuantiCor: Zukunftsweisende Verschlüsselungen

05.06.2019

QuantiCor: Zukunftsweisende Verschlüsselungen

TU-Absolventen gewinnt bei 2Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen"

Abdelmalek El Bansarkhani und Dr. Rachid El Bansarkhani, der an der TU promovierte, gewannen mit ihrem Team von QuantiCor einen Hauptpreis beim jüngsten Wettbewerb „Digitale Innovationen“, den das Bundeswirtschaftsministerium ausrichtet. Die Gründer können nun 32.000 Euro Preisgeld in die Weiterentwicklung seiner Geschäftsideen stecken.

Gewürdigt: QuantiCor Security. Bild: Wolfgang Borrs – © W. Borrs
Gewürdigt: QuantiCor Security. Bild: Wolfgang Borrs

Mit ihrer Gründung QuantiCor kümmern sich Abdelmalek El Bansarkhani und Dr. Rachid El Bansarkhani, der am Fachgebiet von Prof. Johannes Buchmann promovierte, um das Thema Verschlüsselungsverfahren. Heutige Verschlüsselungssysteme basieren in der Regel auf Public-Key-Infrastrukturen (PKI), die für jeden Nutzer einen öffentlich bekannten Schlüssel und einen geheimen privaten Schlüssel erzeugen. Für die verschlüsselte Kommunikation und die eindeutige Identifikation der Teilnehmer werden fortan beide Schlüssel benötigt. Doch für die gängigen Verschlüsselungs- und Signaturverfahren ist absehbar, dass sie in Zukunft durch Quantencomputer, eine neue Generation von leistungsstarken Rechnern, gebrochen werden können. QuantiCor Security hat ein eigenes kryptografisches Verfahren entwickelt, dem das so genannte mathematische Gitterproblem zugrunde liegt. Der Clou: Selbst Quantencomputer können Gitterprobleme nicht lösen, die Kommunikation zwischen den Geräten bleibt sicher. Ein weiterer Vorteil: Für das System von QuantiCor Security ist keine PKI, die einen hohen Rechen- und Ressourcenaufwand erfordert, notwendig. Daher eignet es sich insbesondere für Anwendungen im Internet der Dinge, bei denen viele Endgeräte, oft ohne hohe Rechen- und Speicherkapazitäten, sicher und effizient über das Internet miteinander vernetzt werden.

sip

Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen

Der „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ ist ein Ideenwettbewerb, ausgerichtet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Jährlich finden zwei Wettbewerbsrunden statt, in deren Rahmen eine Jury mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft jeweils bis zu sechs Gründungsideen mit Hauptpreisen von je 32.000 Euro auszeichnet. Darüber hinaus erhalten bis zu fünfzehn weitere Gründungsideen je 7.000 Euro. Der thematisch wechselnde Sonderpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine schriftliche Einschätzung ihrer Gründungsidee sowie Coaching und Beratung.

In der jüngsten Runde wurden 21 Preisträgerteams gekürt. Beworben hatten sich insgesamt 194 Teams.

Gründungen aus der TU sind bereits traditionell beim Wettbewerb erfolgreich. In den vergangenen Runden konnten sich die Startups Xelera, Freemotion Systems, Meshcloud GmbH und Compredict GmbH unter den Preisträgern platzieren.

zur Liste