Spitzenforschung am Fachbereich wird belohnt

Land fördert „Clusterprojekte“ zu KI und Kognitionswissenschaften

01.02.2021

Die TU Darmstadt hat im Rahmen des vom Land Hessen aufgelegten Spitzenforschungs-Wettbewerbs „Clusterprojekte“ hervorragend abgeschnitten: Vier große Projektanträge, die die TU Darmstadt federführend oder gemeinsam mit Partneruniversitäten vorlegte, wurden zur Förderung ausgewählt. Daneben kamen zwei weitere Vorschläge anderer hessischer Universitäten zum Zuge. Die Darmstädter Forschungscluster auf den Gebieten Künstliche Intelligenz, Energieforschung, Teilchenphysik und Kognitive Neurowissenschaften bündeln Spitzenforschung, um große wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen unserer Zeit zu beantworten.

Forscherinnen und Forscher unter Leitung der TU Darmstadt wollen mit dem Projekt „Third Wave of AI“ eine neue Ära in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) einleiten.

Erfolgreich waren die TU-Forschungsverbünde „Third Wave of Artificial Intelligence“ und „Clean Circles – Metalle als Energieträger einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft“. Sie erhalten bis 2025 insgesamt 10,9 Millionen Euro vom Land. Mit 7,9 Millionen Euro wird das zu gleichen Teilen von der Goethe-Universität und der TU Darmstadt verantwortete Forschungsprojekt „ELEMENTS“ gefördert, das zum physikalischen Verständnis von Materie und chemischer Elemente im Universum beitragen wird. Außerdem ist die TU Darmstadt eine von drei Projektpartnerinnen in „The Adaptive Mind“, ein Forschungsvorhaben, das unter Federführung der Universität Gießen geplant wurde.

Zu den erfolgreichen Einzelprojekten mit Beteiligung des Fachbereichs Informatik:

3AI – The Third Wave of Artificial Intelligence

Sprecher: Prof. Kristian Kersting,

Co-Sprecher: Prof. Mira Mezini, Prof. Jan Peters, Prof. Stefan Roth

Eine neue Ära in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) wollen Forscherinnen und Forscher unter Leitung der Technischen Universität Darmstadt einläuten: Diese KI-Systeme sollen menschenähnliche Kommunikations- und Denkfähigkeiten erwerben, neue Situationen erkennen, einordnen und sich selbstständig an sie anpassen. Die neuartigen KI-Systeme sollen nicht nur lernen können, sondern sie werden auch Fakten erfassen und sie mit Formen abstrakten Denkens verknüpfen. Sie werden logische Schlussfolgerungen ziehen und kontextbezogene Entscheidungen treffen und daraus wieder lernen. Diese neue Zukunftsperspektive wird in Anlehnung an die beiden vorangegangenen Entwicklungsschübe in der Künstlichen Intelligenz als „dritte Welle der KI“ bezeichnet.

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The Adaptive Mind

Als Principal Investigators beteiligte Forscher*innen des Fachbereichs: Prof. Kristian Kersting, Prof. Jan Peters, Prof. Stefan Roth

In diesem Forschungscluster unter Federführung der Universität Gießen steuern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler u.a. des Centre for Cognitive Science der TU Darmstadt ihre Expertise auf den Gebieten der Kognitionswissenschaft und Künstlichen Intelligenz bei. „The Adaptive Mind“ untersucht menschliches Verhalten unter sich verändernden äußeren Bedingungen – in etlichen Situationen reagieren Menschen durch Stabilität, in anderen durch Anpassung. Eine zentrale Fragestellung im Cluster ist die nach der Balance zwischen diesen Strategien im Rahmen von adaptiven und lernenden Systemen.

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