Bei der Bewerbung wird seitens der Verwaltung nur darauf geachtet, dass eine passende Hochschulzugangsberechtigung vorliegt (die, jedenfalls in Deutschland, auch Mathematik enthalten müsste). Es wird aber weder auf die Einbringung in die Abitur-Prüfungsfächer noch auf die Note geachtet.

Die Aussagekraft der Mathematik-Note ist ebenfalls nur bedingt groß. Die universitäre Mathematik ist anders ausgerichtet als die schulische Mathematik. In der Schule steht meist das Kennenlernen/Erlernen von Regeln (“was ist das Integral einer Funktion der Form a xn?”) und das Einüben im Vordergrund. An der Universität geht es viel stärker auch um das Verstehen und Beweisen der Korrektheit der Regeln, es gibt also deutlich formalere Anteile. Entsprechend lässt die Mathematik-Note nur bedingt auf Erfolg im Studium schließen.

Relevant ist die Note von Mathematik und z.B. Physik nur in dem Sinn, dass man daran ansatzweise erkennen kann, wie gut die jeweilige Person mit Abstraktion umgehen kann, was im Studium sehr wichtig ist. Da in die Note aber auch ganz andere Aspekte, etwa das didaktische Geschick der Lehrkraft und die “(nicht?) funktionierende Chemie” zwischen Schüler*in und Unterricht der Lehrkraft, eingehen, ist die Aussagekraft auch hier begrenzt.