Im Prinzip wird im Informatik-Studium alles “von Null auf” erklärt, so dass keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich sind oder erwartet werden. Andererseits ist an der TU—ebenso wie an anderen Universitäten—das Unterrichtstempo recht hoch und daher neue, gegebenenfalls auf dem Stoff der Vorwoche aufbauende, neue Inhalte in kurzer Abfolge behandelt werden. Es steht daher nur bedingt Zeit zum “Eindenken” in komplett neue Inhalte zur Verfügung.

Zudem muss man berücksichtigen, dass der Arbeitsaufwand—unter Anderem für das Lernen und die Bearbeitung von Hausaufgaben—auch von den Vorkenntnissen abhängt. Wenn die zu bearbeitenden Inhalte noch neu sind, benötigt die Bearbeitung mehr Zeit, als wenn man damit schon länger vertraut ist.

In der Regel reicht es zudem nicht aus, das Thema “zu verstehen”—was oft als der Eindruck interpretiert wird, “die Inhalte der Vorlesung nachvollziehen zu können und zu verstehen”—, sondern man muss sie auch praktisch anwenden können (in konkreten Rechnungen, Aufgaben oder Programmen). Hier zeigt sich dann oft, dass zwischen dem “nachvollziehen können einer durchdachten Argumentation einer anderen Person” und dem “selbst anwenden können zur Lösung einer Aufgabe”, oder gar dem “eigenen Entwickeln / Finden einer Lösung zu einer Aufgabe” durchaus größere Unterschiede bestehen.