In der aktuell gültigen Prüfungsordnung (PO 2015) enthält das Informatik-Studium folgende Pflichtveranstaltungen der Mathematik:

  • Mathematik I für Informatiker (9 CP, 1. Fachsemester) behandelt neben allgemeinen Grundlagen wie Ringen, Körpern und komplexen Zahlen insbesondere Lineare Algebra sowie Folgen und Reihen inklusive Kompaktheit und Konvergenz. Neben dem Anwenden von Regeln steht hier insbesondere auch das Beweisen von Regeln im Vordergrund.
  • Mathematik II für Informatiker (9 CP, 2. Fachsemester) setzt die Mathematik I fort im Bereich Integral- und Differentialrechnung sowie Differentialgleichungen.
  • Mathematik III (8 CP, 4. Fachsemester) behandelt numerische Verfahren, d.h. Verfahren, mit denen Computer Berechnungen etwa in der Integralrechnung oder Lösung von Gleichungssystemen durchführen können, sowie Statistik (Schätzverfahren, Wahrscheinlichkeitsverteilungen, Tests).

Hinzu kommen noch die beiden folgenden vom Fachbereich Mathematik angebotenen Veranstaltungen aus dem Bereich der theoretischen Informatik, gewissermaßen dem Bindeglied zwischen Informatik und Mathematik:

  • Automaten, formale Sprachen und Entscheidbarkeit (5 CP, 1. Fachsemester) betrachtet Modellierungselemente für Abläufe und (Programmier-)Sprachen sowie die Frage, welche Probleme mit welchem Aufwand gelöst werden können – und ob es (für den Computer) nicht lösbare Probleme gibt.
  • Aussagenlogik und Prädikatenlogik (5 CP, 2. Fachsemester) betrachtet sowohl die grundlegende Logik als auch die Logik mit Aussagen der Form “es gibt mindestens ein X in Menge M, so dass…” sowie “für alle X der Menge M gilt, dass…” und darauf aufbauende Erweiterungen.

Ingesamt ist dies also ein Umfang von 36 CP, auf den in vielen anderen Veranstaltungen zurückgegriffen wird. So basieren beispielsweise viele Teile der Robotik oder der IT-Sicherheit auf entsprechenden mathematischen Grundlagen.